Wird Energie solange billiger, bis sie Museumsreif ist?

21. April 2009

Letzte Woche ist der Gaspreis  (Quelle: Zeebrugge-Gaspreise) unter 50 ppth gesunken. Das sind so etwa 0,015 Euro/kWh. Das ist so, als ob der Sprit für unsere Vehikel etwa 0,15 Euro/Liter kosten würde.

Da frage ich mich wieder mal, woran liegt es, das Energie tendenziell immer billiger wird. Schaut man sich die bereingte Preisentwicklung der letzten 30 Jahre (und eigentlich auch viel länger) an so ist diese Tendenz nicht zu übersehen. Kann es sein, dass hier ein grundsätzliches Fehler der Marktwirtschaft auftritt? Marktwirtschaft heist ja, dass der Wettbewerb die Preise solange drückt, bis kein Gewinn mehr da ist, weil es in einem freien Markt immer einen gibt, der bereit ist mit etwas geringerem Gewinnaufschlag Mitbewerber zu verdrängen. Was passiert nun am Energiemarkt? Ich habe den Eindruck die Preise entstehen nur durch die Förder-, Liefer- und Raffinerie Kosten. So flink wie wir Techniker sind, nehmen diese Kosten ab. Bessere Bohrer, größere Schiffe und raffiniertere Raffinerien (Mal von Steuern abgesehen, die natürlich von den Staaten gerne erhöht und genommen werden, insbesondere da man sich dadurch neben Geld in die Kasse den Ruf des Umweltschützers einheimsen kann).

Das einzige, das scheinbar nicht abgebildet wird, ist die verfügbare Menge. Fragt sich wieso. Dazu muss man mal überlegen, wer den Preis für die Lagermengen festlegen müßte. Es sind Menschen. Manchmal Politiker. Manchmal Unternehmen. Egal wie, sie denken höchstens in Menschengenerationen. Oder in Bilanzprognose Zeiträume. Oder gar nur in Wahlperioden. Um die Knapheit einzupreisen müßten diese Menschen sagen… ich verkaufe meine Recourcen nicht heute sondern später, wenn Sie teurer geworden sind. Ich fördere Gas/Öl/Kohle nicht heute und verdiene Geld damit sonder hebe diese Recourcen für die nächsten Generationen auf. Von wem verlangen wir so eine Einstellung?  Von wem auch immer, ich habe den Verdacht, weil alle (oder die meisten) die über Recourcen verfügen lieber heute Geld wollen als morgen (guter kaufmänischer Grundsatz) wird verkauft was immer möglich ist…. mit der Konsequenz, dass die Kosten der Knappheit nicht eingepreist werden. Und damit sinken die Kosten… solange bis die Tube ausgedrückt ist… der letzte Tropfen draußen ist und nurmehr mit wesentlich höheren Kosten gefördert werden kann.

Würde das stimmen, dann fangen wir zur bremmsen an, wenn wir schon in die Wand gefahren sind. Systematisch und konsequent. Bleibt zu hoffen, dass die Wand noch ein gutes Stück weit weg ist. Und vielleicht fällt uns ja bis dahin noch etwas Kluges ein.

Kommt die große Inflation?

30. März 2009

Seit Wochen hört man, wie Staaten helfen. Sie helfen den Banken, großen Unternehmen… setzten Milliarden Euro für die Erhaltung der Finanzstruktur ein. Als dies auf Schulden, denn ganz wenige Staaten hatten bisher einen Bilanzüberschuß… sondern machten schon in guten Zeiten von Jahr zu Jahr höher Schulden. Jetzt sinken die Steuereinnahmen, steigen die “Normalausgaben” wie zum Beispiel Arbeitslosenunterstützung und die Kosten der Diesen Beitrag weiterlesen »

Hydropower in Georgia

23. März 2009

Hydropower, out of well designed powerplants saves the climate and is an stabel economic value even in hard times. A value for the owner and the country it is build in. For Europe the sources of hydropower out of the Alps and other rock masses, are more or less utilized. Only with high costs in cash and usage of little untuched nature a few percent more can be generated. Georgia, with its 5000 meter high Caucasus wich drains throug Georgia into the black sea, has high unused sources. These is one big possibility to gain up to 7000 MW capacity. In near future, Georgia will be Diesen Beitrag weiterlesen »

Ist die Umwelt Krisenverlierer?

17. März 2009

Die österreichischen Grünen velieren bei beiden, Landtagswahlen. Dies bei sehr unterschiedlichem politischen Umfeld. Ok, sie haben Fehler gemacht, aber das haben die anderen wahlwerbenden Parteien auch. Mein Eindruck ist, dass das Umweltthema in den Hintergrund rückt. Wer hat schon Zeit dafür, wenn die Gefahr besteht, dass das Geld knapp wird? Wann haben wir das letzte mal, etwas wirklich bewegendes an der Umweltfront erreicht? Beim Müll? Beim Klimaschutz? Bei der Straßen Enteisung? Klar, der Verbrauch geht zurück… aber nur weil Betriebe ihre Produktion abschalten müssen, nicht etwa, weil große Effizienz Maßnahmen umgesetzt wurden.

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